Eine Mieterliste schafft Orientierung über die wirtschaftliche Nutzung eines Mehrfamilienhauses. Für die Vermarktung sollte sie nachvollziehbar, aktuell und so datensparsam wie möglich sein. Wichtige Objektinformationen werden dabei nicht verschwiegen.
Was eine Übersicht enthalten sollte
Einheitenbezeichnung, Nutzung, vorhandene Fläche, Vertragsbeginn und vereinbarte Nettokaltmiete bilden eine Grundlage. Leerstände, tatsächlich gezahlte Beträge und bekannte Besonderheiten müssen unterscheidbar bleiben. Namen sind für eine erste Übersicht häufig nicht erforderlich.
Vertragsmiete und Zahlungseingang unterscheiden
Was vertraglich vereinbart ist und was tatsächlich eingeht, sind unterschiedliche Informationen. Auch angenommene künftige Mieten gehören in eine gesonderte Betrachtung. Eine vermischte Darstellung erschwert die Prüfung durch Käufer und Banken.
Angaben mit den Unterlagen abgleichen
Die Übersicht sollte zu Mietverträgen, Grundrissen und Abrechnungen passen. Abweichungen werden geklärt oder transparent als offene Punkte benannt. Eine formal schöne Tabelle hilft wenig, wenn ihre Grundlagen widersprüchlich sind.
Vertrauliche Daten abgestuft weitergeben
Frühe Interessenten erhalten zunächst die Informationen, die sie für eine erste Einschätzung benötigen. Personenbezogene Vertragsunterlagen werden gezielt und zweckbezogen weitergegeben. Der Umfang sollte für den konkreten Verkaufsprozess abgestimmt werden.
Keine günstige Auswahl der Fakten
Eine Mietübersicht ist keine Werbetabelle, in der nur attraktive Angaben erscheinen. Bekannte wesentliche Umstände können für die Kaufentscheidung relevant sein. Bei rechtlichen Zweifeln sollte die erforderliche Offenlegung fachlich geklärt werden.